Über Musikindustrie und /-marketing

Kaum hat eins Deiner Lieder auf You Tube mal 40 Klicks, schon kommen auf Twitter die ersten Scouts, Marketingexperten, und A&R Consultants aus allen ihren Löchern raus. Aber das läuft nicht mehr in der guten alten Wildwestmanier, wo Du mal ein paar geile Songs hintereinander produziert hast und sich plötzlich eine schwere Hand auf Deine Schulter legt: „Ich bin von der Plattenfirma, und ich glaube an Dein Talent. Laß uns einen Vertrag unterzeichnen.“

Stattdessen war mein Nettester noch ein frisch bachelorisierter Marketingstudent, der uns Musikern kostenloses Insiderwissen zur Verfügung stellte. As Feldstudie, quasi. Der Unverschämteste kam mit dem Angebot, für 300 Dollar meine Twitter-Followers zu vertausendfachen (ob das legal ist?) Und in der Mitte versuchen sie alle, Dir über „Platinum-Mitgliedschaft-Kontakt zu echten Plattenfirmen“) das Geld per PayPal aus der Tasche zu ziehen.

Umso stolzer bin ich, noch nicht 1 Cent ausgegeben zu haben, sondern gerade ein PayPal Account dafür einzurichten, wenn jemand aus dem Ausland sich eine Auftragskomposition wünscht. Mal schauen, wie das Geschäft so anläuft. Aber jeder kann über meinen Link zu You Tube nachprüfen, wie viele Auftragskompositionen da schon drin sind. Und noch keiner war unzufrieden, und das trotz meines scheiß Movie Makers, der beim Abspeichern die Filme akustisch schnell noch desynchronisiert. Meine Zukunft liegt wohl in den Audio-freien Filmen oder einer Kamera mit abschaltbarem Ton… Oder in einem verzerrungsfreien Filmprogramm, in das ich mich aber erst einfuchsen müsste.

Danke fürs geduldige Anhören meiner Sorgen und Nöte.

Und ich habe eine sehr liebe Mentorin namens Katsember gefunden. Sie hat mich mit 18 Seiten vertvoller Tipps versorgt, und ist per Mail immer für mich da. Ihre Videos haben bereits Profiqualität, und sie ist schon auf Spotify. Möge sie weltbekannt werden!

 

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